Der „Dispo“ ist unzweifelhaft der Konsumentenkredit mit der größten Flexibilität und der komfortabelsten Abwicklung. Er ist jedoch in der Regel sehr teuer – die Zinsen sind durchschnittlich 1,5 bis 2 Mal so hoch wie bei einem Ratenkredit. Der Dispo eignet sich deshalb nur dann als Konsumkredit, wenn das Konto schnell wieder in die schwarzen Zahlen zurückgeführt wird. Für größere Anschaffungen ist er nicht geeignet, weil die Zinskosten zu hoch ausfallen.
In den letzten Jahren hat sich mit dem Rahmenkredit ein Kompromiss zwischen Raten- und Dispositionskredit auf dem deutschen Markt etabliert. Rahmenkredite sind revolvierende Kreditrahmen, die auf einem eigenständigen Darlehenskonto eingerichtet werden. Über den Rahmen kann jederzeit per Überweisung aufs Girokonto der Hausbank verfügt werden.
Wie auch beim Dispo fallen Zinsen nur für tatsächlich in Anspruch genommene Beträge an. Anders als beim Dispositionskredit ist jedoch (zumindest in den meisten Fällen) eine monatliche Mindestrückzahlung vorgeschrieben. Diese beläuft sich je nach Bank auf 1,5 bis 5 Prozent des offenen Saldos. Kreditnehmer können aber auch jederzeit und ohne Kündigungsfrist den ganzen Kredit zurückzahlen – das Modell ist also sehr viel flexibler als ein Ratenkredit. Die Konditionen günstiger Ratenkredite liegen in etwa auf gleicher Höhe mit denen von Ratendarlehen. Revolvierende Kreditrahmen sind deshalb als Konsumentenkredite sehr gut geeignet.